Kampagne - Thorheiten

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Kampagne

Frische Luft statt Atemnot - für eine kindgerechte Politik in NRW

Kampagne für eine bessere Ausstattung der Schulen u.a. mit professionellen Schutzmasken

Es geht bei der Kampagne „Frische Luft statt Atemnot“ nicht darum, das Tragen von Masken grundsätzlich zu verteufeln, oder die Risiken und Gefahren in Folge von Corona-Erkrankungen zu leugnen.
Stattdessen zielt die Kampagne darauf, dass die politisch Verantwortlichen die Schulen so ausstatten, dass diese in der Lage sind, die Corona-Schutzverordnungen sinn- und würdevoll zum Wohle aller Schülerinnen und Schüler sowie der übrigen Menschen im System Schule und Offener Ganztag umzusetzen.

Neben den in meinem offenen Brief an Frau Yvonne Gebauer und Herrn Armin Laschet aufgeführten Beobachtungen gibt es zahlreiche weitere gute Argumente dafür, dass der bisherige Einsatz von Mund-Nasen-Schutzmasken in Schulen in NRW mindestens fragwürdig ist. Im Folgenden liste ich Argumente und Einschätzungen von Menschen auf, die trotz unterschiedlicher Blickwinkel zu ähnlichen Schlüssen kommen. Sie alle bezweifeln, dass die bisherige Praxis von Mund-Nasen-Schutzmasken zum Wohl der Kinder (der Menschen im Allgemeinen) ist.


"Die Schüler konnten wegen der Maske nicht atmen."

In einem in vielerlei Hinsicht sehr lesenswerten Interview im Kölner Stadt-Anzeiger (Bezahlinhalt) schildert Bahar Aslan, Lehrerin an einer Hauptschule in NRW, ihre Eindrücke der Schutzmaskenpflicht in der Schule: "Die ersten eineinhalb Wochen waren unerträglich. Es gab Probleme mit der Kommunikation, weil die Verständigung über Mimik und Gestik weggefallen ist. Die Schüler konnten wegen der Maske nicht atmen, beklagten sich, dass es zu warm ist, sie nicht richtig sprechen können und trinken möchten. Das Tragen hat ihre Konzentration beeinträchtigt. Teilweise haben sie mich nicht verstanden, wenn ich die Maske trug." (11.09.2020)

Eine im Tenor zwar einseitige, gleichwohl bemerkenswerte Zusammenstellung von Experten-Einschätzungen zur Wirksamkeit von Mund-Nasen-Schutzmasken, veröffentlicht am 10.09.2020 auf dem YouTube-Kanal des RPP-Instituts.

Ein Autorenteam von Wissenschaftler*innen und Expert*innen unterschiedlicher Disziplinen hinterfragt den Sinn von Schutzmasken in der Covid-Krise in ihrem umfangreichen Thesenpapier mit dem Titel "Die Pandemie durch SARS-CoV-2/Covid-19 - der Übergang zur chronischen Phase". Sie äußern keine Radikalkritik an der Verwendung von Schutzmasken, sondern widmen sich stattdessen der Beantwortung der Frage, in welchen Einsatzfeldern die Verwendung von Schutzmasken vergleichsweise sinnvoll ist - und wo Schutzmasken einen verschwindend geringen Nutzen bieten.
Screenshot: Bericht im NDR vom 02.09.2020
Die Autoren sprechen sich angesichts der aktuellen Datenlage dafür aus, die Wirksamkeit von Masken auch an Schulen fundiert zu erforschen: "Insofern müssen solche medizinischen Interventionen ohne Frage methodisch anspruchsvoll und prospektiv möglichst im Rahmen randomisierter Studien untersucht werden, um letztlich belastbare Aussagen und Entscheidungen treffen zu können. Denn solche Entscheidungen stehen längst an: Müssen Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten auch während des Unterrichts in den Schul- oder Universitätsräumen Masken tragen? Wie ist das Baseline-Risiko dort zu bewerten? Welche Masken sollten zur Anwendung kommen? Die Antwort auf solche Fragen bestimmen letztlich auch den Umgang miteinander und die Möglichkeit, die psychosozialen Belastungen durch eine eingeschränkte Kommunikation untereinander zu verringern."




Dokument: Artikel aus dem Kölner Stadt-Anzeiger vom 26.08.2020 über die Kritik der Schulleitervereinigung NRW an Maßnahmen, die in ihrer großen Bandbreite unter den aktuellen Rahmenbedingungen an vielen Schulen in NRW kaum realistisch umsetzbar sind.

"Für Vorsorge und Gesundheitsschutz gegenüber Schülern, Lehrkräften und Schulleitungen [kommt das Bildungsministerium] seiner Verantwortung nicht nach." (Aus dem offenen Brief der Schulleitervereinigung NRW an Herrn Laschet)
Kölner Stadt-Anzeiger, 26.08.2020

"Gerade jetzt zu Corona-Zeiten muss man schon bemerken, dass es im höchsten Maße inkonsequent ist, den Kindern Masken in der Schule aufs Auge zu drücken, sie dann zu Stoßzeiten aber dicht gequetscht in Busse zu verfrachten."
WDR Aktuell, 25.08.2020

„In Nordrhein-Westfalen beispielsweise wurde nun eine Maskenpflicht im Unterricht angeordnet, während es draußen extrem heiß war. Stundenlang den Mund-Nasen-Schutz zu tragen, finde ich da unzumutbar.“
Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, im Gespräch mit Spiegel Online, 24.08.2020

Die GEW NRW bezeichnet in einer Schul- und Mitglieder-Email zum Schulstart 2020/21 vom 23.08.2020 die ihrer Einschätzung nach „pädagogisch unsinnige Maskenpflicht als Notbehelf“.

Ein Argument dafür, dass Schulen mit medizinisch wirksamen Schutzmasken in ausreichender Anzahl ausgestattet werden sollten, nennt der Remscheider Sozialdezernent Thomas Holthaus. „Gerade bei sozial schwächeren Familien könne es vorkommen, dass das Kind keine Maske mitbringe“, fasst die RP Online seine Befürchtungen zusammen, dass vor allem Schüler*innen aus schwächeren Familien nun besonders vom Schulausschluss bedroht sind. (Eine Einschätzung, die ich aus persönlichen Beobachtungen voll und ganz teile.)
RP Online vom 22.08.2020

Eine unmissverständliche Einschätzung zum Nutzen der bisherigen Schutzmasken-Praxis in Schulen trafen der Epidemiologe Dr. Karl Lauterbach und der Virologe Prof. Jonas Schmidt-Chanasit bei Markus Lanz in der Sendung vom 13.08.2020 (ca. ab Minute 30).

Dokument: Bericht in der Rheinischen Post vom 10.08.2020

Zudem berichtete die Rheinische Post am 10. August 2020, dass Prof. Wolfgang Kölfen, Vorsitzender des Verbands Leitender Kinder- und Jugendärzte in NRW und Chefarzt an der Klinik für Kinder und Jugendliche in Mönchengladbach, das Tragen von Masken gerade bei hochsommerlichen Temperaturen für Kinder kritisch sieht: "Viele vergessen damit vielleicht zu trinken. Und wenn sie gemeinsam das Schulgelände verlassen, nehmen sie die Maske sofort wieder ab", so der Mediziner im Hinblick auf die täglich zu beobachtende Praxis vor den Schulen. Der Arzt plädiert dafür, nicht angstgesteuert zu handeln und "neue Regeln schnell auf Sinnhaftigkeit [zu] überprüfen, und wenn es neue Erkenntnisse gibt, diese Regeln neu zu formulieren."

Falls Du ebenfalls dafür bist, dass die Mängelverwaltung im Schulsystem in NRW zugunsten deutlich besserer Ausstattungen überwunden wird, und falls Du auch nicht möchtest, dass ausgerechnet die Schüler*innen sowie das Personal in den Schulen die Nebenwirkungen und Gefahren einer weitgehend nutzlosen Symbolpolitik ausbaden müssen, dann unterzeichne bitte die Kampagne und teile sie, so dass möglichst viele Unterschriften zusammen kommen - lieben Dank!

© Thor Wanzek 2018-2020
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